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Google+ – Nutzen für die SEO Welt

In Social Media on 31. August 2012 at 16:13

Google+ ist mit der Einführung der Google+-Pages für Unternehmen nun auch für Unternehmen attraktiver und zu einem Konkurrenten von Facebook geworden. Doch was kann das Netzwerk alles und was für Möglichkeiten bietet es wirklich für Unternehmen? Der folgende Beitrag soll die Möglichkeiten und den dazugehörigen Aufwand beleuchten. Gastbeitrag: Halalati

Es ist zu beachten, dass Google+ sich nicht als Konkurrenz einstufen lassen will. Es sollen vielmehr die verschiedenen sozialen Kanäle miteinander verknüpft und die Nutzung vereinfacht werden. Gerade für User, welche einen Google Mail Account haben bietet dies einen großen Vorteil. In der Leiste lässt sich leicht zwischen Mails, dem Kalender und den Büroanwendungen wechseln sowie mit dem Google+ Account verbinden. Auch die Suchmaschine ist integriert. So können über das soziale Netzwerk auch Artikel im WWW gesucht werden ohne lästiges wechseln zwischen Tabs. Umgekehrt ist die Suche ebenfalls möglich: Stellt man dem Suchbegriff ein „+“ vor, werden zuerst die Google+-Pages angezeigt. Dies ist auch nötig, denn einfache URLs gibt es noch nicht. Doch nun zuerst zu den Funktionen:

  • Circles

So werden die Freundeslisten genannt. Freunde und Bekannte müssen in verschiedene Circles eingeteilt werden. Auch die doppelte Zuordnung ist möglich. Es lässt sich die Privatsphäre also ganz einfach kontrollieren, da beim Veröffentlichen von Informationen die Circles angegeben werden müssen. Da es auch keine Freundschaftsanfragen gibt, kann man jeden zu Circles zufügen und öffentliche Benachrichtigungen empfangen. Wird man selbst aufgenommen, können weitere Benachrichtigungen geteilt werden. Google+ hat hierbei einen schönen Mittelweg gefunden, denn bei Facebook gibt es nur die Möglichkeit befreundet zu sein oder keinen Kontakt herzustellen. Auch das erstellen von Freundeslisten ist etwas schwieriger. Zudem werden diese seit kurzem teilweise automatisch erstellt, was noch mehr Arbeit bedeutet, wenn man sie umsortieren muss.

  • Sparks

Sparks ist das Gegenstück zu den „Gefällt mir“-Angaben bei Facebook. Nimmt man einen Begriff in die Sparks-Liste auf, erhält man Informationen über dieses Thema aus dem Netz und kann sie mit seinen Circles teilen. Einen Nachteil stellt hierbei jedoch die fehlende Priorität dar. Es werden einfach zufällig Beiträge bereitgestellt, was uns zu dem nächsten Punkt bringt.

  • +1-Button

Dieser Button funktioniert ähnlich dem „Like“ von Facebook. Der Unterschied besteht darin, dass ich keine Informationen über das Unternehmen etc. in meinem Stream erhalte. Ich teile lediglich meinen Gefallen mit. Google nutzt diese Infos um Ihnen ein gezielt auf Ihre Interessen angepasstes Suchergebnis zu präsentieren. Das Web wird also dadurch personalisiert. Auch hier kann gewählt werden, welche Circles hiervon erfahren sollen.

  • Hangout

Hangout ist ein Videochat mit bis zu zehn Personen. Die sprechende Person erscheint in der Mitte, sofern nicht alle gleichzeitig sprechen. Es können auch gemeinsam Videos angesehen werden. Facebook hat hingegen den bekannten Partner Skype im Boot, welcher im Moment leider nur einen Chatpartner zulässt.

  • Huddle

Hier kann man mit seinen Freunden über Handy chatten beziehungsweise Mails schreiben. Die Anwendung gibt es seit Juli endlich auch für iOS-Geräte. Nachteil ist jedoch, dass es keine Push-Benachrichtigungen gibt. Möchte man bei einer neuen Nachricht informiert werden, muss man auch seine Handynummer an den Suchmaschinengiganten weitergeben, was nicht jedem gefallen dürfte. Über die App können ganz Facebook like Fotos hochgeladen werden, News gepostet werden oder auch der Standort geteilt werden.

  • Stream

Im Stream werden die Neuigkeiten der Circles angezeigt und können nach diesem gefiltert werden. Will man also schnell mal wissen, ob in der Familie etwas Spannendes passiert ist, filtert man nach diesem Kreis aus und ist schnell auf dem neusten Stand. Wie in Facebook werden Mitteilungen wieder weiter nach oben gerückt, wenn sie kommentiert wurden. Will man jedoch jemanden kontaktieren, muss man ihm eine Mail schreiben, da kein Messenger zur Verfügung steht – der Nachteil bei der allround-Vernetzung über Google.

  • Werbung und Anzeigen

Ebenfalls das Geld aus Werbung und Anzeigen bleibt bisher aus. Sehr zum Nachteil von Unternehmen. Wie kann man Fans auf seine Seite bringen, wenn man nicht gerade Pepsi oder H&M heißt?

  • Privatsphäre

Durch Circles lässt sich die Privatsphäre besser wahren. Durch die Einführung der Google+-Pages werden jedoch, wie auch auf Facebook, Infos über Interaktionen, demografische Werte oder Geschlecht an Unternehmen weitergegeben und es ist nur eine Frage der Zeit bis hier Datenschützer Protest einlegen. Lediglich die Umstellung von Privatsphäre-Optionen werden mitgeteilt, was Facebook oftmals unter den Tisch fallen lässt.

Was bietet Google+ Unternehmen?

Wie schon erwähnt, kann man mit „Fans“ erst dann in Kontakt treten, wenn diese einen in einen Circle aufgenommen haben, was es einem Unternehmen erschwert Fans zu generieren. Es ist anschließend möglich die Interessenten ebenfalls in Circles einzuteilen. Doch bringt das wirklich etwas? Premiumkunden kann man spezielle Informationen zukommen lassen. Wie erkenne ich aber Premiumkunden? Es ist sicherlich zu umständlich solche Kunden mit  beispielsweise Vertragsdaten zu suchen. Ein überflüssiges Feature, zumindest für die Meisten.

Ein weiteres Manko von Google+: Nur ein Mitarbeiter hat die Möglichkeit Kundenservice zu betreiben! Wegen der Gebundenheit an die Mailadresse ist es nur für einen Nutzer möglich die Seite zu betreuen. Bei einem Team von Kundenbetreuer ein Problem, denn einer alleine kann die Anfragen wahrscheinlich nicht stemmen und auf andere Seiten zu verweisen ist Schwachsinn. Hier muss sich Google noch weitere Instrumente ausdenken.

Als Unternehmen sollten Sie sich trotz aller Kritik trotzdem mit Google+ befassen. Warum? Wegen der Suchmaschinenoptmierung! Google zeigt vorzugsweise zuerst die eigenen Seiten an und wird somit Ihre Google+-Page ein besseres Ranking zuweisen.

Auch die Suchanfrage direkt in Google+ bietet Vorteile, wenn ein Blog in diesem Netzwerk veröffentlicht wird. Entgegen Facebook, wo sich das Suchen oftmals schwierig gestaltet, werden nicht nur User durchsucht, sondern auch Beiträge und deren Inhalte. Man stößt so leichter auf eine Fanpage.

Facebook bietet im Prinzip die gleichen Anwendungen und Funktionen an, wenn nicht sogar einige mehr. Google+ hat hier meist nur die Schwächen von Facebook ausgewertet und verbessert. Das WWW hat mittlerweile schon sehr viele Informationen über uns zur Verfügung. Will man da wirklich noch mehr preisgeben, wie zum Beispiel die Handynummer für Huddle? Google wird damit noch mächtiger als es schon ist. Diese Angst könnte viele Nutzer abhalten sich bei dem Sozialen Netzwerk anzumelden. Falls einen etwas auf Facebook nicht extrem nervt, wird man wahrscheinlich kaum einen Account bei Google+ erstellen oder gleichzeitig pflegen, da die meisten Freunde (noch) bei Facebook sind. Die Userzahlen von 955 Millionen (Juli 2012) zu 90 Millionen bei Google+ (Januar 2012) sprechen da für sich. Da nutzt auch keine bessere und übersichtlichere Oberfläche etwas, da alles eine Frage der Gewohnheit ist.

Unternehmen haben (noch) weniger Anreiz zu wechseln als User, da Google die komplette Sparte von Gewinnspiele und Promotions untersagt hat. Lediglich der Verweis auf eine externe Seite mit Übernahme der Verantwortlichkeit ist gestattet. Eine Änderung der Bestimmungen bei Google+ ist möglich, aber die Änderungen werden, wie für Google üblich, nach und nach kommen. Es bleibt also abzuwarten und Facebook immer noch die bessere Alternative für Unternehmen und Fangenerierung.

Gastbeitrag:

Halalati wurde 2010 gegründet und hat sich auf Social Media Marketing im Bereich Facebook spezialisiert. Es werden Do-it-yourself Baukästen für Fanpages sowie Gewinnspiele in
verschiedenen Varianten von Hintergrund einstellen bis hin zur vollständigen Programmierung über Halalati angeboten, je nach Anspruch. Und das ganze ohne eigene Programmierleistung!

Homepage: http://www.halalati.com

Facebook: www.facebook.com/halalati

Andere Dokumente auf slideshare und scribd.

Hier gehts zur Startseite: SEOMarketing.H

  1. „Ein weiteres Manko von Google+: Nur ein Mitarbeiter hat die Möglichkeit Kundenservice zu betreiben!“ Das stimmt aber nicht, der Google hat es ermöglicht die Admin- so auch die Inhaberrechte einer Google+ Seite an einen anderen Miarbeiter zu übergeben.

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