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Wenn Google deinen Freundeskreis kennt…

In Fundstücke aus dem Web on 16. Februar 2010 at 12:37

Google verspielt mit Google Buzz mühsam aufgebaute Sympathien. Quelle: Roland Lindner, FAZ

Buzz sollte die Antwort von Google auf den Erfolg von Online-Gemeinden wie Facebook sein. Google war mit seinen bisherigen Gehversuchen in diesem Bereich glücklos geblieben und wagte es daher diesmal mit der Brechstange: Buzz wurde nicht als isoliertes neues Produkt gestartet, sondern in den E-Mail-Dienst Gmail integriert. Damit konnte Buzz sofort auf eine bestehende Gemeinde von 176 Millionen Gmail-Nutzern zurückgreifen. Buzz funktioniert im Grundsatz ähnlich wie Facebook als eine Plattform für Nutzer, um Botschaften und Inhalte wie Fotos und Videos in einem Netzwerk von Kontakten zu veröffentlichen und auszutauschen. Ein wesentlicher Unterschied ist aber, wie dieses Netzwerk entsteht:

Facebook-Nutzer bauen ihren Kreis an Kontakten selbst auf, die Idee hinter Google Buzz war es, dies automatisch zu tun. Das Netzwerk sollte aus den Kontakten generiert werden, mit denen Gmail-Nutzer kommunizieren.

Blöd nur, wenn unter den Kontakten Exfreunde, Ex-Ehemänner sind, mit denen man nichts mehr zu tun haben will. Viel zitiert wurde in den vergangenen Tagen der Eintrag einer Bloggerin, die unter der Überschrift „Fuck you, Google“ erzählte, dass ihr gewalttätiger geschiedener Mann zu den Kontakten gehört, mit denen sie am häufigsten per Gmail kommuniziert – und er somit automatisch Teil ihres Buzz-Freundeskreises würde.

Brisanter dieses Fallbeispiel: Regierungsmitarbeiter in Iran oder China werden beauftragt, Google-Buzz-Konten von politischen Aktivisten zu überprüfen, ob sie irgendwelche Verbindungen haben, über die die Regierung bislang nichts wusste.

Eigentlich ist Google doch für Meinungsfreiheit gegen China ins Feld gezogen, oder?

Viele Menschen erwarten bei E-Mails ein höheres Maß an Privatsphäre als in einem sozialen Netzwerk, so Lindner. Der Aussage kann ich mich nur anschließen. Ich werde wohl in Zukunft auf ein GMail-Konto verzichten. Ihr besser auch!

Siehe auch:

http://www.kaennchen-blog.de/2008/07/14/fuckyougoogle/

http://www.onezblog.de/wp-comments-post.php/

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